Gentrification: Theorie und Forschungsergebnisse by Robert Kecskes, Juergen Friedrichs

By Robert Kecskes, Juergen Friedrichs

Der Prozess der Aufwertung innenstadtnaher Wohngebiete (Gentrification) ist nun schon seit einigen Jahren eines der dominierenden Themen der Stadtso ziologie. Wie so haufig, begann die Erforschung des Phanomens in Nord amerika. Schon Ende der 70er Jahre erschienen die ersten Arbeiten uber die Ursachen und den Ablauf des Prozesses (vgl. u. a. Clay, 1979; Gale, 1979; Smith, 1979). Erst sehr viel spater wurde der Prozess auch in den Stadten ecu ropas beobachtet, so stammt beispielsweise die erste deutsche Studie aus dem Jahr 1988 (Dangschat und Friedrichs, 1988), fand dann aber sehr schnell Ein gang in die deutsche stadtsoziologische Forschung. Dementsprechend nahm auch die Anzahl der Publikationen sehr schnell zu. Einen guten Uberblick uber den Forschungsstand und die einzelnen Forschungsfragen nordamerika nischer und europaischer Studien geben die Sammelbande von Laska und Spain (1980), Palen und London (1984), Smith und Williams (1986) und Weesep und Musterd (1991). Speziell auf die Entwicklungen in deutschen Stadten beziehen sich die Beitrage in Blasius und Dangschat (1990) und in Dangschat und Blasius (1994). Betrachtet guy die vorliegenden Forschungsergebnisse wird guy schnell feststellen, dass sie trotz ihrer Fulle eine Reihe von grundlegenden Lucken aufweisen. Sowohl auf einer theoretisch erklarenden Ebene als auch auf einer empirisch deskriptiven Ebene weist der Forschungsstand teilweise erhebliche Defizite auf. Das wird besonders deutlich, wenn es darum geht, Prozesse der Gentrification in ostdeutschen Stadten zu prognostizieren. Auf die methodologischen Probleme der Gentrification-Forschung wealthy tet sich der Beitrag von Friedric

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Eine sehr treffende Beschreibung dieses Stadterweiterungsgebietes nehmen Heinen und Pfeffer (1988: 18) vor: "Die Kölner Neustadt stellte die größte deutsche Stadterweiterung im 19. Jahrhundert dar. Aufgrund des Bevölkerungsdrucks wurde nach Auflassung der ersten Festung einschließlich Glacis die Neustadt als neuer Hauptring bei überall gleichmäßig tiefer Ausweitung des Stadtkerns nach einem generellen Plan angelegt. Vorgesehen war von vornherein eine soziale Differenzierung der Bewohnerschaft durch Anlage und Ausrüstung der Quartiere und Viertel, die die sozialökonomische Struktur bis weit in das 20.

I.. 1987 Im Fall des Faktors "Sozialstatus" ist eine positive Ladung durch die Variablen "Bildungsabschluß: UniversitätIFH", "Bildungsabschluß: Abitur", "Angestellte" und "Akademikerindex" (Anteil von Akademikern an der Gesamtzahl der Berufstätigen) zu verzeichnen. Dagegen laden die Variablen "Arbeiter" und "Bildungsabschluß: Volks- bzw. Hauptschulabschluß" diesen Faktor negativ auf. Auch hier ist die Gegenläufigkeit der entsprechenden Merkmale augenfällig. 2 Sozialräumliche Struktur und Entwicklung von Stadtvierteln Die Faktoren "Familienstatus" und "Sozialstatus" spannen nun ein zweidimensionales, orthogonales Koordinatensystem auf, in dem die Stadtviertel gemäß ihrer Faktorwerte verortet werden können.

Demzufolge geht der Bevölkerungsaustausch in Wohngebieten langsamer vor sich und die Segregation ist geringer als in nordamerikanischen Städten. B. in den Niederlanden und in Deutschland die kommunalen Eingriffe in den Wohnungsmarkt und die Wohngebiete stärker als in den USA. Wohngebiete werden nur sehr selten die Phase 5 erreichen, vielmehr wird schon zu einem früheren Zeitpunkt eine Sanierung geplant wer- 38 ]ürgen Friedrichs den. ) Auch lassen sich in Deutschland Wohngebiete durch eine Erhaltungssatzung in ihren physischen und sozialen Strukturen konservieren oder vor einer Gentrifcation bewahren - zumindest soll dieses Instrument das erreichen (vgl.

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