Re-Institutionalisierung statt De-Institutionalisierung im by Andreas Brachmann

By Andreas Brachmann

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326. Ebd. 2 Neo-institutionalistische Ansätze 41 „[…] Adoption formaler Strukturen, die den vorherrschenden Vorstellungen von Rationalität entsprechen, erreichen Organisationen Legitimität und Stabilität und erhöhen so den Ressourcenzufluss“1. Der Erfolg und der Fortbestand der Organisation hängen stark vom gesellschaftlichen Vertrauen in ihren Sinn und ihre Zweckmäßigkeit ab. Dies wird durch die Adoption institutionalisierter Regeln erreicht. Bei einer näheren Betrachtung der institutionellen Umwelten lässt sich eine weitere Differenzierung in einen institutionell-regulativen und einen institutionell-normativen Bereich vornehmen2: Organisationen sind in die rechtlichen Strukturen ihrer Umgebung eingebettet, die sie begrenzen und an denen sie ihre Handlungsspielräume ausrichten müssen.

Integration oder gar Inklusion beschränke sich für die BewohnerInnen allenfalls auf singuläre Aktionen – die mit der von der gesellschaftlichen Wirklichkeit abgegrenzten Wohn- und Lebensform verbundene Stigmatisierung verhindere zwangsläufig eine echte lebensweltliche Integration. Darüber hinaus entwickele sich innerhalb der Wohneinrichtungen eine eigene „Parallelwelt“ (mit dem Charakter einer Schutz- und Schonwelt) – die wenig mit der Wirklichkeit außerhalb der Institution gemein hat und den BewohnerInnen diese Wirklichkeit entfremdet.

WALGENBACH, 2002, S. 327). Vgl. NEUMANN (2005), S. 133. 42 2 Diskurse zur De-Institutionalisierung Die grundlegende Kritik an den Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung, die für diesen Diskurs kennzeichnend ist, muss aus neo-institutionalistischer Perspektive als gesellschaftlicher Legitimationsverlust der Organisationen des Wohnens verstanden werden. Das bedeutet, dass sie die Anerkennung ihrer institutionellen Umwelten in der institutionell-normativen Dimension eingebüßt und damit ihre gesellschaftliche Legitimation verloren haben.

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